BMW

Der bekannte Automobilhersteller BMW entstand im Jahr 1916, damals schlossen sich die zwei Unternehmen "Rapp Motorenwerke AG" und "Gustav Otto Flugmaschinenfabrik" zur "Bayerische Flugzeugwerke AG" zusammen. Wenig später wurde die Firma in "Bayerische Motorenwerke AG" umbenannt, so wie BMW sich auch noch heute nennt. Zunächst entwickelte BMW Flugmotoren, erst ab 1923 rollten aus den Werkshallen neben dem Münchener Flughafen und heutigen Olympiagelände auch Motorräder. Ganze fünf Jahre dauerte es noch, bis man bei BMW auch Automobile baute. Mit seinen zuverlässigen Motoren und vor allem den sportlichen Erfolgen im Motorsport machte sich BMW in den folgenden Jahren einen großen Namen unter den Automobilherstellern. Heutzutage ist der bayerische Fahrzeugbauer die einzige Automobilmarke, welche neben Fahrzeugen auch Motorräder und Flugzeugtriebwerke herstellt.

Die Luftfahrt war ein Prestigeprojekt
Zurück zu den Anfängen: In der Gründungszeit von den Bayerischen Motorwerken zählte die Konstruktion von Flugzeugmotoren noch zu einem profitablen Geschäft. Die Luftfahrt war ein regelrechtes Prestigeprojekt, was insbesondere durch den Ruhm der deutschen Piloten des Ersten Weltkriegs gestärkt wurde. Zu Lande war die Eisenbahn das Fortbewegungsmittel Nummer 1, das Auto war nur reichen Leuten vorbehalten. Karl Rapp gründete 1913 die Rapp Motorenwerke GmbH. Ein Jahr später wurde der Name in Bayerische Motorenwerke AG umgeändert.

BMW entsteht
Den richtungsweisenden Entwicklungen von BMW wurden mit dem Versailler Vertrag ein jähes Ende gesetzt. Der Friedensvertrag verbot es, für fünf Jahre Flugzeugmotoren zu bauen. Viele sahen darin das Ende von BMW - schließlich waren die Flugzeugtriebwerke das damals einzige Herstellungsprodukt. Aus diesem Grund verließ 1922 der Hauptaktionär Camillo Castiglioni das Unternehmen und wechselte zu den Bayerischen Flugzeugwerken (BFW), die Namensrechte an BMW nahm er mit. BFW wurde 1916 von Gustav Otto, der Sohn des Erfinders des Ottomotors, gegründet. Durch Castiglioni wurde der Name BFW in BMW umbenannt. Heutzutage sieht man das Gründungsdatum von BFW als das Entstehungsdatum von den Bayerischen Motorenwerken an (BMW).

Während des Herstellungsverbots von Flugzeugmotoren in Deutschland entwickelten Max Friz und Martin Stolle das erste BMW-Motorrad - die R 32. Dies sollte der Grundstein für eine neue Produktionslinie sein. Noch bis heute ist das Grundprinzip von Boxermotor und Kardanantrieb erhalten geblieben. Ein Jahr später, 1924, stellte BMW auch wieder Flugzeugmotoren her. Mit dem Automobilbau begann man allerdings erst 1928.

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