Ferrari

Der Mythos Ferrari: Ferrari – der Name steht für zahlreiche Motorsporterfolge, höchste Exklusivität und nicht zuletzt für atemberaubende Sportwagen. Im Jahr 1947 verließ der erste Ferrari das Werkstor in Maranello, doch der Grundstein für den grandiosen Aufstieg des Sportwagenherstellers begann viel früher.

Jeder Mythos hat einen Anfang
Es spielt keine Rolle, ob im Himalaja, im kalten Sibirien oder in der Kölner Innenstadt eine Umfrage gestartet wird – die roten Sportwagen mit dem springenden Pferd im Wappen sind auf der ganzen Welt bekannt. Zu dem weltweiten Ruhm ist die berühmteste Autofirma allerdings erst viel später gekommen, es begann alles in einer kleinen Autowerkstatt. Enzo Ferrari, der Gründer von der Sportwagenfirma, wurde 1898 in Modena geboren und entdeckte bereits in seiner Kindheit seine Leidenschaft für Autorennen. Ohne diese Leidenschaft hätte es Ferrari wahrscheinlich nie gegeben. 1918 strebte Enzo Ferrari eine Ausbildung bei Fiat in Turin an, wurde jedoch abgelehnt. Daraufhin fand er Arbeit bei einer kleinen Werkstatt, welche ausgediente Militärfahrzeuge für den zivilen Gebrauch umfunktionierte. Einige Monate später wechselte er nach Mailand zu CMN, wo Ferrari als Test- und Auslieferungsfahrer arbeitete. Dabei wurde Ferraris enormes Talent für den Rennsport entdeckt, im Jahr 1919 fuhr er sein erstes Rennen – es sollte nicht sein letztes gewesen sein. Nur ein Jahr später war Enzo Ferrari bereits so erfolgreich, dass Alfa Romeo auf ihn aufmerksam wurde und ihn als Werksfahrer einstellte.

Ferrari 458
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Das springende Pferd entsteht
Im Jahr 1923 lernte Ferrari die Mutter von Francesco Baracca kennen, einem Fliegerhelden des Zweiten Weltkriegs. Sie schlug Ferrari vor, das Emblem ihres Sohnes als Glücksbringer zu verwenden. Genau dieses Symbol ziert noch heute alle Ferrari-Modelle – das springende Pferd (cavallino rampante). 1929 übernahm Enzo Ferrari eine ausgegliederte Rennabteilung von Alfa Romeo und benannte sie in Scuderia Ferrari um. In den nächsten 10 Jahren konnte die Scuderia zahlreiche Rennerfolge verbuchen. 1939 trennte sich Ferrari von Alfa Romeo und baute seinen ersten eigenen Rennwagen, den Auto Avio Costruzioni. Auch während des Zweiten Weltkriegs verfolgte Enzo Ferrari seinen Traum eines eigenen Rennteams. 1947 wurde schließlich der Rennwagenhersteller Ferrari gegründet – ein Meilenstein in der Automobilgeschichte. Das erste Modell, welches seinen eigenen Namen tragen durfte, war der Ferrari 125 S. Finanzielle Probleme zwangen das Unternehmen jedoch, Straßenautos zu bauen. Das erwirtschaftete Geld wurde hauptsächlich in die Entwicklung neuer Rennsportfahrzeuge gesteckt.

Ferrari in den Nachkriegszeiten
In den 50er Jahren konnte Ferrari die Formel-1-Meisterschaft vier Mal gewinnen, die Weltmeisterschaft der Sportwagenmarken konnte man sogar fünf Mal für sich entscheiden. Die 60er waren bestimmt von großen Rivalitäten zwischen den Sportwagenherstellern, was insbesondere am Wirtschaftsboom lag und zu vielen technischen Entwicklungen führte – unter anderem konstruierte Ford den legendären GT 40. Obwohl die Scuderia Ferrari der kleinste Mitspieler in der Elite des Rennsports war, gemessen an den Stückzahlen, konnte sie sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteursweltmeisterschaft zwei Mal gewinnen.
Bei den Straßenrennwagen erzielte Ferrari ebenfalls großartige Erfolge – von einer kleinen Manufaktur entwickelte sich das Unternehmen zum Kleinserien-Hersteller. Die Sportwagen waren in den 60ern an Eleganz und Laufkultur nahezu nicht zu übertreffen.

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