Die neue Dodge Viper

650 PS, 814 Nm Drehmoment, 8,5 Liter Hubraum, Zehnzylinder und das alles für gut 100.000 Euro – die Dodge Viper feiert als SRT Viper ihre Reinkarnation.

Neuinterpretation einer wahren US-Sportikone
1992 kam eine wahre US-Sportwagenikone auf den Markt, ihr Name – Dodge Viper. Sie war eine Neuinterpretation der Musclecars aus den 60er und 70er Jahren und bestach vor allem durch ihren muskulösen Auftritt und ihre ellenlange Motorhaube. 408 PS waren für damalige Verhältnisse extrem viel Power, für die Viertelmeile benötigte die giftige Viper gerade einmal 12,9 Sekunden. Der Sportwagen verdankt seinen Namen den bis zu drei Meter langen Giftschlangen – ebenso giftig wie ihre Namensvettern war auch das Fahrverhalten der ersten Viper-Generation. ABS, ESP, Traktionskontrolle? Weit gefehlt – die Dodge Viper besaß keines dieser Fahrerassistenzsysteme. Dementsprechend brauchte es geübte und vor allem flinke Hände am Steuer, um die Viper zu bändigen. Nachdem 2010 die Produktion der zweiten Generation eingestellt wurde, gibt es nun eine Neuauflage der Viper – allerdings unter dem Namen SRT Viper.

Schon im Stand aggressiv und muskulös

Die Chrysler-Sportabteilung mit dem Kürzel SRT („Street and Racing Technology“) zierte bisher die Sportmodelle von Chrysler, Dodge und Jeep. Nun wird SRT zur eigenen Marke ausgebaut. Dementsprechend fiel der ehemalige Dodge-Widderkopf dem SRT-Logo zum Opfer. Das Design orientiert sich stark am Vorgängermodell, ist jedoch auch vom Chrysler-Mutterkonzern Fiat bestimmt. So gibt es einige Anleihen an den Alfa Romeo 8C Competizione sowie den Ferrari F12 Berlinetta. Die bewährte Formensprache mit dem langen Vorderbau, der muskulösen Motorhaube und der kurzen Fahrerkabine findet sich auch im 2012er Modell wieder. Die obligatorischen Sidepipes blieben erhalten, ebenso die monströsen Kühlluftöffnungen an der Seite. Bereits im Stand strahlt die Viper Stärke und Aggressivität aus.

Technik aus der Steinzeit
Aggressiv geht es auch vorwärts – die 650 Pferdestärken katapultieren die Insassen in Windeseile auf Tempo 100. Beim Vorgänger vergingen rund drei Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 330 Stundenkilometer. Allerdings hatte diese „nur“ 612 PS und wog 100 kg mehr, die neue Viper dürfte die Werte daher nochmals unterbieten bzw. steigern. Das maximale Drehmoment von sage und schreibe 814 Nm sollte locker ausreichen, um die Hinterreifen des Amis in Rauch aufgehen zu lassen. Übrigens – die SRT Viper kommt ganz ohne Turbo oder Aufladung aus. Direkteinspritzung, Start-Stopp-Automatik oder gar ein Doppelkupplungsgetriebe sucht man ebenfalls vergebens. Dafür kommen zum ersten Mal ein stufenweise verstellbares Stabilitätsprogramm sowie ein anpassbares Fahrwerk zum Einsatz.

Die 2013er SRT Viper beim ALMS 2012

Vergleichbare Modelle kosten weitaus mehr
Die Viper bietet viel, kostet im Vergleich aber relativ wenig. Mindestens 100.000 Euro müssen Interessenten auf den Tisch legen, wenn sie in der neuen SRT Viper Platz nehmen möchten (die Sportsitze stammen übrigens von Ferrari). Viel Geld – zumindest auf den ersten Blick – doch dafür bekommen Kunden jede Menge Leistung, eine scharfe Optik und wahnsinnig viel Beachtung. Vergleichbare Modelle, wie der Porsche Turbo oder ein Mercedes SLS, bieten deutlich weniger Leistung und kosten mindestens ein Drittel mehr. Außerdem sind diese häufiger anzutreffen, die Viper zählt damit zu den wahren Exoten im Straßenbild. Bis die dritte Generation der automobilen Giftschlange hierzulande erhältlich sein wird, dauert es noch mindestens bis Mitte 2013. Zu den US-Händlern kommt sie bereits Ende 2012.

Links zur neuen Viper

Veröffentlicht am 19.04.2011 in Dodge

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