Ferrari 575

Der Ferrari 575 M Maranello ist eines dieser Autos, welche Jung und Alt gleichermaßen begeistern. Bereits im Stand vermittelt das fließende Pininfarina-Design Eleganz gepaart mit einer sportlichen B-Note. Der sportliche Ausdruck kommt nicht von ungefähr, schließlich werkelt unter seiner Motorhaube ein 5,7-V12 mit 515 Pferdestärken und wartet auf seinen Ausritt.

Gänsehaut-Sound zum Anbeten: Ferrari 575 M Maranello
ferrari 575

Noch älter: Ferrari 250 GTO

Schon das reine Anlassen des Ferrari ist mit einem Glücksgefühl verbunden – das kurze Aufbellen der V12-Maschine treibt nicht nur auf die Unterarme Gänsehaut. Lässt man den Fuß auf das Gaspedal schnellen, wird aus dem dumpfen Grollen ein heiseres Schreien am Ende des Drehzahlbandes. Dabei rennt der Zwölfzylinder mit schierer Gewalt vorwärts, nach nur 4,3 Sekunden durchbricht der 575 M Maranello die 100er Marke. Nach knapp 14 Sekunden stehen bereits 200 km/h auf dem Tacho. Wer das Leistungsvermögen der 589 Newtonmeter komplett ausreizt, wird mit einer Endgeschwindigkeit von 325 Stundenkilometer belohnt – und das, obwohl der aus Maranello stammende Italiener vollgetankt immerhin 1.775 Kilogramm auf die Waage bringt.

Dank Flügel tanzt das Heck nicht mehr wie ein Sambatänzer: Ferrari 575 GTC
Ferrari 575 GTC

Ferrari 575 GTC
Ferrari 575 GTC

Im Alltag lässt sich der Grand Turismo recht zivil bewegen, der Federungs- und Abrollkomfort ist stets ausreichend. Dem Fahrverhalten kommt vor allem die ausgewogene Gewichtsverteilung von 52 zu 48 Prozent (Vorder- zu Hinterachse) zugute. Darüber hinaus bietet das Sperrdifferenzial eine Speerwirkung von 40 Prozent, was dem Frontmotorwagen zu einer guten Traktion verhilft. Trotzdem braucht man als Fahrer des 575 M Maranello einen recht sensiblen Gasfuß – schon der kleinste “Fehltritt” lässt ungewollte Kreiselkräfte entstehen. Geübte Fahrer können das Heck des Ferraris hingegen wie ein Sambatänzer tänzeln lassen – bei ausgeschaltetem ASR wohlgemerkt. Trotz des knapp 1,8 Tonnen Lebendgewichts überzeugen die Bremsen mit einer guten Standfestigkeit.

Noch ein bildschöner Ferrari 575: GTZ Zagato
Ferrari 575 GTZ Zagato
Ferrari 575 GTZ Zagato

Die Schaltpaddel am Lenkrad helfen, die Gänge des F1-Getriebes richtig einzusortieren. Links wird runtergeschaltet, recht hoch – je nachdem, welches Fahrprogramm (Sport oder Komfort) gewählt ist, schaltet das sequenzielle Getriebe mehr oder weniger schnell. Zwischengas sorgt dabei immer wieder für ein kurzes Aufbrüllen des V12-Aggergats unter der ellenlangen Motorhaube.

Ferrari 575 Superamerica
Ferrari 575 Superamerica

Grandioses und zeitloses Design
Bei der Optik hat die Designschmiede Pininfarina aus Turin ein wahres Meisterwerk abgeliefert. Der Ferrari 575 M Maranello wirkt wie aus einem Guss. Die Motorhaube scheint bis zum Horizont zu reichen und verhilft dem 575 zu einem sehr stilvollen, ja fast schon zeitlosen Design. Der kleine Powerdome auf der Motorhaube sowie die seitlichen Kiemen lassen hingegen die sportlichen Attribute nicht zu kurz kommen. Abgerundet wird die elegante Optik durch vier Endrohre, welche das brachiale Soundgewitter ausstoßen. Hinzu kommen die Ferrari-typischen vier runden Rückleuchten und ein winziger Heckspoiler, der für etwas Abtrieb sorgt.

Ferrari 575 Superamerica
Ferrari 575 Superamerica

Mit dem erst im letzten Produktionsjahr erschienenen 575 M Superamerica spendierte Ferrari dem GT-Sportler endlich eine Barchetta-Version. In sensationellen sieben Sekunden öffnet und schließ das Glasdach des Glamour-Cabriolets. Das ist allerdings nicht der einzige Unterschied zu seinem geschlossenen Bruder, der Motor wurde ebenfalls überarbeitet und leistet nun 540 PS bei 7.250 Umdrehungen pro Minute. Damit sprintet der Wagen rund eine Zehntel-Sekunde schneller auf Tempo 100. Leider gibt es vom Superamerica nur 599 Exemplare, die nach der Veröffentlichung im Jahr 2005 bereits ausverkauft waren. Aktuell starten gute Gebrauchte 575 M Maranello ab rund 80.000 Euro, für den limitierten Superamerica werden knapp 200.000 Euro vom Konto abgebucht.

Veröffentlicht am 17.02.2012 in Autos

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Kommentar:

[...] im BlutFerrari 575Der Ferrari 575 M Maranello ist eines dieser Fahrzeuge, welche Jung und Alt gleichermaßen [...]

Annette schrieb am 22.02.2012 um 04:18 Uhr

Ich habe Benzin im Blut und es ist Ferrarirot. Dieses Auto bringt mein Blut zum wallen

Till schrieb am 28.02.2012 um 23:38 Uhr

Ich habe Benzin im Blut und mich in dieses Auto sofort verliebt. Es war Liebe auf den ersten Blick und eines Tages wird ja vielleicht mehr draus ;)