Ford Mustang Fastback 68
Faszination Musclecar – nur wenige Automobile üben solch eine starke Anziehungskraft aus. Wer einmal in einem richtigen Musclecar aus den 60ern oder 70ern saß, der weiß, wovon ich spreche. Sogar Supersportwagen bekommen teilweise weniger Beachtung von Passanten – hochgestreckte Daumen und bewundernde Blicke gehören für Fahrer von Musclecars zum Alltag.
Ford Mustang – das wohl bekannteste Musclecar, hier der Fastback von 1968, nicht ganz original

Doch natürlich gibt es auch bei den “Muskel-Autos” eine große Auswahl. Zu den beliebtesten Modellen zählt zweifelsohne der Ford Mustang – speziell die 68er Version. Der Ford Mustang wurde 1964 veröffentlicht und schlug ein wie eine Bombe. Bis heute wurden 680.000 Einheiten vom ersten Modelljahr verkauft – USA-Rekord. Der Mustang füllte eine Lücke aus, die anscheinend größer war, als angenommen. Der Erfolg ist wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen, dass jeder Mustang nach individuellen Kundenwünschen gestaltet werden konnte – sei es als karg ausgestattetes Basismodell, als Luxuscabrio oder als Sportcoupé mit einem leistungsstarken V8-Motor. Zudem rührte Ford ordentlich an der Werbetrommel vor der Markteinführung.
Die zweite Generation ist deutlich größer
1967 kam die zweite Generation auf den Markt, optisch glich er weitestgehend dem ersten Erfolgsmodell. Allerdings wuchs er in nahezu allen Dimensionen. Dadurch konnten deutlich hubraumstärkere Aggregate eingesetzt werden – der Mustang entwickelte sich zum Pony-Car. Der Kühlergrill und die seitlichen Lufthutzen-Attrappen vor den Hinterrädern wurden etwas verbreitert. Die Heckblende wurde leicht gewölbt und avancierte schnell zum Markenzeichen – von hinten war ein Ford Mustang nicht zu verwechseln.
Hubraumstarke Motoren für den 68er Mustang

Das begehrenswerte 68er Modell wurde hauptsächlich mit leistungsstärkeren Motoren ergänzt bzw. überarbeitet. Das Einstiegsmodell war ein 195 PS starker V8-Motor mit 4,7 Liter Hubraum. Darüber rangierte ein 6,4-Liter-V8 mit wahlweise 280 PS oder 325 Pferdestärken in der GT-Variante. Hinzu kamen drei weitere Motorisierungen: ein 4,9-Liter-Achtzylinder mit 230 PS sowie zwei unterschiedliche Siebenliter-Aggregate. Hierbei konnte der Kunde zwischen 335 PS im Cobra Jet V8 oder dem 390 PS starkem Hochleistungs-Siebenliter-Motor wählen.
Oft werden alte Modelle des Fastbacks restauriert und technisch auf die Höhe der Zeit gebracht: Ford Mustang Shelby GT500 CR

Der 68er Mustang war als Cabrio wie auch als Coupé-Version (und Fastback) erhältlich. Durch das geringe Gewicht von ca. 1,2 Tonnen und der hohen Leistung waren die Beschleunigungswerte für damalige Verhältnisse einzigartig – vor allem in seiner preisgünstigen Klasse. Der Mustang sowie viele andere Musclecars wurden aus diesem Grund häufig für 1/4-Meile-Rennen genutzt, welche übrigens schon seit dem 18. Jahrhundert in Nordamerika ausgetragen werden – damals allerdings noch mit Pferden.
Um den Hunger nach mehr Leistung zu stoppen, wurde, wie bereits der erste Mustang, auch das 68er Modell von Carol Shelby (Ex-Rennfahrer, baute unter anderem die berühmte Shelby Cobra) überarbeitet. Neben optischen Unterschieden, wie ein neuer Grilleinsatz, breiteren Rückleuchten, fensterlosen C-Säulen und zwei mittig angeordneten Rundscheinwerfern, wurden die Aggregate grundlegend verfeinert. Im Ford Mustang GT350 kam ein 335 PS starker 4,9-Liter-V8 zum Einsatz. Beim GT500 kommt der Siebenliter-Motor auf 400 Pferdestärken, ihn gibt es wahlweise auch mit 360 PS unter der Haube. Der GT500 Fastback zählt heutzutage zu den begehrtesten Ford Mustangs – gut erhaltene Modelle sind allerdings schwer zu bekommen und relativ teuer im Anschaffungspreis.
Der Ford Mustang als Hollywood-Star
Im Film “Nur noch 60 Sekunden” mit Nicolas Cage aus dem Jahr 2000 wurde der Shelby GT500 zur “Eleanor” umgebaut. Dieses Fahrzeug erreichte eine so hohe Popularität, dass der amerikanische Tuner Unique Performance das Modell als Nachbau anbietet. Einen weiteren berühmten Antritt hatte das Pony-Car im Film “Bullitt” aus 1968. Mit einer der längsten und waghalsigsten Autoverfolgungsjagden der Filmgeschichte durch San Francisco wurde der Ford Mustang endgültig zum Kultobjekt.
Moviestar: Bekannt aus dem Film “Nur noch 60 Sekunden” – Shelby Mustang Eleanor

Die nachfolgenden Modelle aus den 70ern konnten an den großen Erfolg der ersten beiden Generationen nicht mehr anknüpfen. Seit 2005 gibt es den Mustang wieder als Neuauflage. Rein optisch ähnelt er den 60er Versionen relativ stark, auch die Absatzzahlen stimmen wieder.














Kommentar hinzufügen