Koenigsegg Agera R

Die schwedische Sportwagenmanufaktur stellt mit dem Koenigsegg Agera R ihren derzeit stärksten Seriensportwagen vor. Mit 1.115 PS gesellt sich der Agera R in die Liga der 1.000 PS-Sportwagen. Koenigsegg, der schwedische Fahrzeughersteller steht für reinrassige Supersportwagen mit Straßenzulassung. Das Unternehmen mit Sitz in Ängelholm gibt es erst seit 1994, schon die erste Fahrmaschine stellte 655 PS bereit. Mit dem Agera R stellt Koenigsegg nun sein neustes PS-Monster vor.

Koenigsegg Agera R
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Die CC-Baureihe schickt Koenigsegg in Rente
2010 setzten die Schweden ihrer CC-Baureihe in Rente – als Nachfolger dient nun die technisch wie auch optisch aufgewertete Baureihe Agera. Schon die Serienversion besitzt unglaubliche 915 PS unter der Haube. Das reicht, um das Leichtgewicht mit 1,3 Tonnen in gut drei Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. In der erstarkten R-Version legen die Schweden nun nochmals 215 PS und 100 Nm Drehmoment obendrauf. Mit 1.130 PS und einem gewaltigen Drehmoment von 1.200 Nm bläst der Agera R zum Angriff auf den Bugatti Veyron – allerdings nur mit dem Biokraftstoff E85. Mit herkömmlichen Superbenzin (Oktan 95) werden „nur“ gut 900 PS erreicht.

In 7,5 Sekunden auf Tempo 200, nach 13 Sekunden fällt die 300er-Marke: Koenigsegg Agera R

Lediglich 2,9 Sekunden braucht der Agera R für den Sprint auf 100 Stundenkilometer, schon nach 7,5 Sekunden zeigt der Tacho Tempo 200 an. Die 300er-Marke fällt nach unfassbaren 13 Sekunden – manche Autos benötigen diese Zeit, um auf 100 km/h zu beschleunigen. Theoretisch rennt der Agera R sogar bis Tempo 440, doch in diesen Regionen stellen die Reifen eine heikle Sache dar. Daher wird der Agera „schon“ bei 375 km/h abgeregelt. Wem das trotzdem zu wenig ist, der hat kurzzeitig die Möglichkeit, auf Wunsch die Boden-Boden-Rakete entriegeln zu lassen – sofern es Reifen und Fahrbahn zulassen.

Durch den verschwenderischen Einsatz von Carbon kommt die R-Variante auf ein Gewicht von 1.330 Kilogramm. Noch imposanter ist allerdings die Fabelzeit von 12,7 Sekunden für den Spurt auf 200 km/h und der anschließenden Abbremsung auf 0 km/h – das ist aber auch kein Wunder bei 397er (vorne) respektive 380er (hinten) Keramik-Bremsscheiben. Bereits ab 2.500 U/min entwickelt der 5,0-Liter-V8 im Agera R ein Drehmoment von 1.000 Nm, ab 3.300 Touren steht das maximale Drehmoment von 1.200 Nm zur Verfügung. – mit diesen Werten wird der Koenigsegg Agera R zum Trumpf in jedem Sportwagen-Quartett.

Die schnellste Ski-Dachbox der Welt

Ähnlich wahnsinnig wie die Leistung ist auch das Aussehen der R-Version.
Zur Premiere des Agera auf dem Genfer Autosalon Anfang 2011 brachte Koenigsegg eine extra angefertigte CFK-Ski-Box von Thule mit. Es kann also durchaus passieren, dass man demnächst auf dem Weg in den Ski-Urlaub von einer 400 km/ schnellen Dachbox überholt wird. Für Winterbekleidung bleibt allerdings wenig Platz – der Kofferraum stellt lediglich 120 Liter Stauraum bereit – naja, wozu gibt es Verleihgeschäfte. Ansonsten zeigt sich der Supersportler im gewohnten Koenigsegg-Look – hier lautet das Motto: Auffallen um jeden Preis. Der Agera R zeigt seinen Verfolgern, wenn sie dazu überhaupt in der Lage sind, ein mittig platziertes Endrohr im angesagten Trapez-Design. Dazu weisen die Unterboden-Wings dem Wind die Richtung und pressen den Agera R gen Boden. Für genügend Anpressdruck sorgt ein zusätzlich montierter Heckflügel – die „Frittentheke“ sorgt dafür, dass der Renner auch bei über 400 km/h nicht einfach vom Boden abhebt. Besonders elegant ist die Türkonstruktion: Die Türen öffnen sich senkrecht nach oben – auf dem roten Teppich kann der Agera R den Insassen durchaus die Show stehlen.

Nur 15 Fahrzeuge pro Jahr

Innen verwöhnt der schwedische Supersportler mit edlen Materialien, wie. z.B. Leder, Alcantara, Aluminium und viel Kohlefaser, die je nach Kundenwunsch angepasst werden können. Über ein abgeflachtes Multifunktionslenkrad lassen sich alle wichtigen Informationen steuern. Die futuristischen Instrumente und der zentrale Startknopf passen zum außergewöhnlichen Erscheinungsbild des Agera R wie angegossen. Wer 1,2 Millionen Euro auf der hohen Kante hat, der muss sich wohlmöglich trotzdem gedulden – vom Koenigsegg Agera R werden pro Jahr nur 15 Fahrzeuge gefertigt.

Veröffentlicht am 08.08.2011 in Autos

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