Koenigsegg CCR

Was verbindet man mit Schweden? Ganz klar – IKEA, Abba sowie die Automobilhersteller Volvo und Saab. Doch aus Ängelholm kommt etwas ganz heißes, ein Gefährt, das jede Straße zum beben bringt. Die kleine, aber feine Automobilmanufaktur Koenigsegg bietet mit dem CCR ein Auto der ganz besonderen Art, der Superlative, an.

Nur sechs Mal gebaut: Koenigsegg CCR
CCR von Koenigsegg

Nur sechs Mal wurde der CCR von 2004 bis 2005 produziert – und zwar zu einem Preis, für den Man sich locker einen Ferrari F430, einen Lamborghini Gallardo LP560 und einen Porsche 911 Turbo kaufen könnte. Doch dann würde man kein Auto fahren, welches auch im Guiness-Buch der Weltrekorde eingetragen ist. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 387,87 km/h pulverisierte die Testfahrer-Legende Loris Bicocchi im Koenigsegg CCR Anfang 2004 den bisherigen Weltrekord des McLaren F1. Dieser schaffte 11 Jahre zuvor eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 372 Stundenkilometer auf dem 12,5 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsoval in Nardo (Italien). Sogar die 386,7 km/h, welche der McLaren auf einer geraden Strecke aufstellte, konnte der CCR schlagen. Dies ist insbesondere verblüffend, da durch den leichten Lenkeinschlag auf einem ovalen Rundkurs naturgemäß eine höhere Reibung zwischen Reifen und Fahrbahn entsteht. Damit schlägt der Koenigsegg selbst einen Ferrari Enzo (355 km/h) oder einen Porsche Carrera GT (334 km/h). Allerdings hielt der Rekord nur ein Jahr lang – mit über 400 km/h ist der Bugatti Veyron aktueller Titelinhaber.

Jedes Raumschiff wäre neidisch: Der CCR sieht aus wie ein high-speed UFO

806 PS und in gut 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h

Ein knapp 400 Stundenkilometer schnelles Fahrzeug braucht natürlich auch eine gewisse Kraft, um gegen den hohen Gegenwind jenseits der 300er Marke anzukommen – und davon hat der CCR mehr als genug. Insgesamt mobilisiert sein 4,7-Liter-V8-Aggregat 806 Pferdestärken. Das Drehmoment kommt auf aberwitzige 920 Nm, das sollte für einen ordentlichen Durchzug sorgen. Vom Stand auf 100 km/h vergehen gerade einmal 3,2 Sekunden. Diese Daten lassen jedem Sportwagen-Fan das Wasser im Mund zusammenlaufen. Weniger prestigeträchtig, dafür umso beeindruckender ist die brachiale Verzögerung des CCR: In lediglich 31 Metern bremst der Schwede aus 100 km/h bis zum Stillstand – man kann demnach nur zum Anschnallen raten. Die atemberaubenden Verzögerungswerte sind vor allem dem geringen Gewicht zuschulden. Der schwedische Supersportler bringt nur 1.180 kg auf die Waage.

Koenigsegg CCR
Koenigsegg CCR

Felgen bestehen aus Magnesium
Der Koenigsegg besteht zu großen Teilen aus Aluminium, Kevlar und Kohlefaser – ansonsten wäre solch ein niedriges Gewicht auch gar nicht realisierbar gewesen. Sogar die 19-Zoll-Felgen bestehen aus extra leichtem Magnesium. Apropos Felgen, der 1,02 Meter hohe CCR steht vorne auf 255er und hinten auf dicken 355er Michelin-Reifen. Im Vergleich zur wahnsinnigen Leistung ist der Verbrauch schon fast niedrig anzusehen. 17 Liter im Schnitt verbraucht so mancher SUV schon mit Standgas. Wohlgemerkt – bei Vollgas geht natürlich weitaus mehr Super-Benzin durch die Spritleitungen.

Design nur leicht verändert – hier der Koenigsegg CCX

Optisch wurde der Überflieger nur leicht modifiziert. Auffällig sind die neuen Leuchten vorne sowie am Heck. Weitere Merkmale sind der seitliche Schriftzug mit der Inschrift “CCR”, ein neu konstruiertes Heck-Design und eine überarbeitete Spoilerlippe für noch mehr Anpressdruck. Das Dach lässt sich beim CCR übrigens abnehmen und im 120 Liter großen Kofferraum unterbringen. Dann ist der Blick auf den schön gestalteten Innenraum auch für Passanten gut sichtbar. Koenigsegg bietet viele interessante und sehenswerte Detaillösungen im Interieur. Der Kunde kann so gut wie jedes Teil seinen Wünschen entsprechend anpassen lassen.

Rar und teuer, wer einen Koenigsegg CCR sein eigen nennt, zählt zur Sportwagen-Elite
Mit nur sechs gebauten Exemplaren zählt der Koenigsegg CCR zu den Exoten im Straßenverkehr. Mit weit über 500.000 Euro im Anschaffungspreis ist der Schweden-Renner auch nicht gerade billig – Ottonormal-Bürger werden somit wohl nie in den Genuss dieses speziellen Supersportlers gelangen. Für den Preis der vier Räder inklusive Felgen kann man bereits einen Mittelklasse-Wagen bestellen. Qualität und Exklusivität hatte eben schon immer seinen Preis.

Veröffentlicht am 22.08.2011 in Autos

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Kommentar:

Christine schrieb am 18.02.2012 um 19:35 Uhr

Ich habe Benzin im Blut…
Das Auto ist schon was besonderes: nur 6 Exemplare und dann auch noch die geile Farbe (orange). Jetzt müsste ich nur noch das passende Kleingeld dazu haben, dann wär das meins….