Lamborghini Murciélago

Lamborghini Murciélago – bei diesem Namen schlagen Männerherzen schneller. In der letzten Ausbaustufe waren schließlich 670 Pferdestärken und über 340 km/h Spitzengeschwindigkeit möglich. Im Laufe der neun Produktionsjahre gab es verschiedene Evolutionsmodelle des Murciélago, wir stellen Ihnen die herausragendsten Versionen vor.

Lamborghini Murciélago RGT

Video: Lamborghini Aventador

2001 erblickte der Lamborghini Murciélago in Sant‘Agata Bolognese (Italien) das Licht der Welt. Der Mittelmotorsportwagen war der erste Lamborghini, welcher in direkter Zusammenarbeit mit Audi entstanden ist. Den Qualitätsunterschied zu seinen Vorgängermodellen Diablo und Countach ist vor allem beim Interieur und beim Fahrverhalten zu spüren. Der Murciélago fährt sich deutlich angenehmer und liegt weitaus besser auf der Straße als die Lambo-Boliden aus den 80er und 90er Jahren.

Lamborghini Murciélago Roadster

 

Der Name Murciélago stammt übrigens von einem Kampfstier, der 1879 solch einen besonders attraktiven Kampf gegen den Matador zeigte, dass er dem Todesstoß entkommen durfte. Seit dem Murciélago wird jeder Lamborghini mit einem Kampfstiernamen betitelt. Bei der Karosserie führte der italienische Fahrzeughersteller die Linie der Vorgängermodelle Diablo und Countach weiter. Auffälligste Merkmale stellen die Scherentüren (oft auch als Flügeltüren bezeichnet) und die ausfahrbaren Kühlluftöffnungen an der B-Säule dar. Das Heck wird von einem mittig angeordneten Doppel-Auspuffendrohr geprägt. Der Sound, der hieraus entweicht, ist schlicht und ergreifend phänomenal. Die Keilform des Murciélago erinnert stark an den Countach aus den 70ern, insgesamt ist die Optik des Italo-Supersportlers sehr kantig und aggressiv gehalten. Unter der Haube des Murciélago thront ein 6,2-Liter-V12 mit 580 PS. Dieser beschleunigt das Geschoss in 3,8 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 330 km/h.

Lamborghini Murciélago LP640
lamborghini murcielago

2006 kam die überarbeitete Version des Murciélago heraus, welcher auf den Namen LP640 hörte. LP steht dabei für „Longitudinale Posteriore“ (bedeutet soviel wie „längs hinten“) und beschreibt die Einbauart des Motors. 640 steht für die Leistungsangabe – 640 PS stellt der Kampfstier für alle vier Räder zur Verfügung. Der Leistungszuwachs wurde durch umfangreiche Modifikationen am Motor erreicht. Unter anderem wurden die Nockenwellen, die Zylinderköpfe, die Kurbelwelle und die Abgasanlage neu konstruiert. Der Innenraum wurde hingegen nur leicht verändert – die hinter einer Lederklappe versteckte Klimaautomatik will jedoch nicht so ganz in das Bild eines Supersportlers passen. Beim äußeren Design hebt sich der LP640 deutlich von der ersten Baureihe ab. Insbesondere an der Front und im Heckbereich sind die Neuerungen unübersehbar. Vorne gibt es deutlich schärfer gezeichnete Kühlluftöffnungen, hinten prägt ein riesiges Endrohr die Aussicht. Der LP640 wirkt wie eine vorgespannte Waffe.

Lamborghini Murciélago LP670-4 SV

Anfang 2009 kam die stärkste Version des Murciélago auf den Markt – der LP670-4 SV. Auch hier lassen sich wieder viele Daten aus der Bezeichnung ablesen. LP670 ist klar, die „4“ beschreibt die angetriebenen Räder und SV steht für SuperVeloce („superschnell“). Den Titel „superschnell“ trägt dieses Gefährt zurecht, immerhin sind bis zu 342 km/h möglich. Die 670 PS katapultieren die Insassen in lediglich 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Durch den Einsatz vieler Leichtbaumaterialien konnte das Gewicht um 100 kg verringert werden. Zudem wurde das Design leicht verändert. Am Heck sorgt ein überdimensionaler Carbon-Heckflügel für den nötigen Anpressdruck, vorne gibt es neue Anbauteile aus Kohlefaser.

Eine neue Ära beginnt: Lamborghini Aventador

Derzeit feiert der neue Lamborghini Aventador sein Debut auf den internationalen Märkten. Der Nachfolger des legendären Murciélago verfügt über 700 PS aus 6,5 Liter Hubraum und beschleunigt in unter drei Sekunden auf 100 km/h. Ob dieses Modell so erfolgreich sein wird wie der Murciélago, wird die Zeit zeigen müssen. Wir sind jedenfalls schon ganz gespannt auf kommende Über-Aventadors.

Veröffentlicht am 08.04.2012 in Autos

Kommentar hinzufügen
Name [wird veröffentlicht]
Emailadresse [geheim]
Homepage [wird veröffentlicht]
Kommentar:

dannyson schrieb am 19.02.2012 um 14:21 Uhr

Ich habe Benzin im Blut!
Ich glaube einfach dass es keinen schöneren Wagen auf den Straße geben kann. Jeder(Mann) träumt doch davon so einen Wagen irgendwann mal zu fahren. EInfach ein Traum ! =)

Daniela schrieb am 27.02.2012 um 21:01 Uhr

Ich habe Benzin im Blut, wenn ich dieses schicke Auto nur ansehe. Da kann man einfach nur schwach bei werden. Einmal mit diesem Auto fahren – ein Traum!