Lamborghini Reventón

Hier kommt ein Kampfjet im italienischen Auto-Maßanzug – nein, die Rede ist nicht von einem Tornado, gemeint ist ein Auto. Aber nicht irgendein Auto, sondern ein auf 20 Exemplare limitierter Supersportwagen aus dem Hause Lamborghini. Der Kampfstier hört auf den verheißungsvollen Namen Reventón und ist eine Fahrmaschine, die ihresgleichen sucht.

Lamborghini Reventón – Tränen der Freude
Lamborghini Reventón

Scharf, kantig, brutal, laut und angsteinflößend – so könnte man die erste Begegnung mit dem Lamborghini Reventón Roadster beschreiben. Der italienische Kampfstier wirkt im alltäglichen Straßenverkehr so deplatziert wie ein Pinguin in der afrikanischen Savanne. Bevor man den 650 PS staken Macho-Sportler sieht, hört man ihn. Bei 8.000 Umdrehungen pro Minute stößt der Lambo ein tobendes Gedonner aus seinem mittig angeordneten Endrohr in Sechseckform aus, das fast schon Tränen in die Ohrmuscheln treibt – Tränen der Freude wohlgemerkt. Die an einen Stealth-Jet erinnernde Optik kommt also nicht von ungefähr. Die 650 PS und 660 Nm Drehmoment reißen an, als gäbe es kein Morgen. In gerade einmal 3,4 Sekunden schnellt der Über-Lambo von 0 auf 100 km/h. Erst bei einer Geschwindigkeit von 330 Stundenkilometer bleibt die Tachonadel stehen und der Luftwiederstand gewinnt die Oberhand. Dazu bleibt zu sagen, dass wir uns immer noch in einem offenen Sportwagen befinden.

Lamborghini Reventón

Träumen erlaubt: Einen Lamborghini kaufen

Damit die Kraft von 650 Pferdestärken möglichst optimal auf die Straße gebracht werden, wird der Lamborghini über alle vier Räder angetrieben. Die Kraftverteilung liegt bei 58 zu 42 Prozent zugunsten der Hinterachse. So stellen beherzte Drifts kein Problem dar – vorausgesetzt die fahrerischen Qualitäten sind ausreichend. Die Kraftübertragung erfolgt dabei über ein automatisiertes Sechsganggetriebe.

Stealth-Design beim F 22 Raptor abgeschaut

Gibts auch als “Cabrio”: Lamborghini Reventón Roadster
Lamborghini Reventón Roadster

Der Roadster ist gegenüber seinem geschlossenen Bruder um nur 25 kg schwerer, da nur wenige Versteifungen benötigt wurden. Die Karosserie besteht hauptsächlich aus Kohlefaser, lediglich in den Türen und in Teilen der Fahrgastzelle wurden zusätzliche Stahlbleche integriert. Der Reventón Roadster zählt zweifelsohne zu den brutalsten Lambos aller Zeiten – vor allem bei der Optik haben die italienischen Designer aus den Vollen geschöpft. Inspiriert wurden sie auf einem Luftwaffenstützpunkt. Im Reventón finden sich daher zahlreiche Anleihen an den Stealth-Fighter F-22 Raptor. Selbst wenn man die Karosserie stundenlang studiert, so fallen doch immer wieder neue Details ins Auge des Betrachters. Los geht es bereits an der Front: Die scharfen Lufteinlässe in Trapezform sowie die eckigen Bi-Xenon-Schweinwerfer lassen den Lambo im Rückspiegel aggressiv und brutal erscheinen. Besonders auffällig sind die LEDs in den Heckleuchten. Diese sind in Y-Optik gehalten und übertragen das Pfeil-Design der Karosserie sogar auf die Leuchteinheiten. Zu den weiteren optischen Leckerbissen gehört die Motorhaube mit seinen gläsernen Lamellen, die den Blick auf den 6,5 Liter großen V12 preisgeben. Auch hier wird die markante Pfeilung beibehalten. Die Räder des Italo-Sportlers sind mit Y-förmigen Carbon-Speichen versehen und geben dadurch einen perfekten Kontrast zum matt-grauen Lack des Reventón.

Frisst die Strasse wie ein Hai: Lamborghini Reventón
lamborghini reventon

Das Cockpit im Reventon sieht aus wie im Flugzeug
Innen geht das extravagante Design weiter – selbst die Instrumente sind im Jet-Stil gehalten. Besonderes Augenmerk gilt dabei der G-Force-Anzeige, welche sowohl die Längsbeschleunigung beim Gasgeben und Bremsen als auch die Querbeschleunigung in Kurven darstellt. Der einer Landebahn gleichkommende TFT-Tacho kann wahlweise auch in klassische Rundinstrumente umgeschaltet werden, das G-Force-Meter bleibt aber bestehen. Platz nimmt der Pilot bzw. Fahrer auf Alcantara-Sitzschalen – auch hier findet sich das Pfeildesign wieder. Ansonsten gleicht das Interieur dem des Murciélago.

Wenn man ihn vielleicht doch mal sieht, dann bestimmt so: Die Rücklichter des Lamborghini Reventón
Lamborghini Reventón

Leider ist der Über-Lambo bereits restlos ausverkauft – der Preis von 1,1 Millionen Euro (freilich ohne Steuern) hat die weltweit 20 Käufer wohl nicht abgeschreckt. Da spielt dann wahrscheinlich auch der Spritverbrauch von 21,3 Liter im Schnitt keine Rolle.

Veröffentlicht am 26.02.2012 in Autos

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Kommentar:

renesch76 schrieb am 28.02.2012 um 13:10 Uhr

Ich habe Benzin im Blut!

Wenn ich so ein Auto hätte (wird wohl leider nie passieren) dann hätte ich nicht nur Benzin im Blut, sondern würde vor Freuden auch noch Pipi (ähm Benzin natürlich!) in den Augen haben! ;-)