Leichte Sportwagen – ein Vergleich

Heutzutage sind Sportwagen mit weit über 1.000 PS keine Seltenheit mehr. Doch die Motoren, Komponenten der Antriebstechnik, etc. haben natürlich auch ein relativ hohes Gewicht. Durch Leichtbau kann das Gesamtgewicht des Fahrzeugs zwar stark gesenkt werden – zu einem echten Fliegengewicht werden sich die leistungsstarken Sportwagen aber nicht mausern. Doch es gibt sie noch – extrem leichte Sportwagen mit genügend Power, um selbst bei den „Großen“ mitzuspielen. Ganz getreu dem Motto des Lotus-Firmengründers Colin Chapman “Performance through Lightweight” wurden bei den Extrem-Leichtgewichten nahezu alle Komponenten aus dem Auto verbannt, was unnötig ist und zu viel Gewicht auf die Waage bringt, wie z.B. Dämmmaterialien, Radio, Klimaanlage, usw.

Leichte Sportwagen: Lotus Elise

Lotus Elise
Mit der Lotus Elise bekommen Kunden einen Porsche zum halben Preis. Die Elise wird seit 1996 produziert – aktuell gibt es den britischen Sportwagen in der zweiten Generation. Als Motor dient ein 1,6-Liter-Aggregat mit 136 PS aus dem Hause Toyota, damit halten sich die Fahrleistungen zwar in Grenzen, doch auch Sportwagenhersteller kommen nicht am Thema CO2 und Verbrauchswerte drum herum. Durch das niedrige Gewicht von 935 kg ist die Elise auf kurvenreichen Landstraßen zu Hause – hier kann sie selbst einen Porsche 911 im Zaun halten.
Der Preis: 37.449 Euro.

Leichte Sportwagen: Opel Speedster Turbo

Opel Speedster
Der Opel Speedster ist ein kleiner Sportflitzer, der vom Jahr 2000 bis 2005 produziert wurde. Den Speedster gab es mit zwei unterschiedlichen Motorisierungen – einem 2,2-Liter-Reihenvierzylinder mit 147 PS und einen 2,2 Liter großen Turbomotor mit 200 PS. Mit dem stärkeren Aggregat beschleunigte der leichte Opel in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 (Zweiliter-Mittelmotor: 5,9 Sekunden), die Höchstgeschwindigkeit betrug knapp 250 km/h respektive 217 km/h. Charakteristisch war seine extrem niedrige Höhe von lediglich 111,7 cm sowie seine Go-Kart-ähnlichen Fahreigenschaften.

Leichte Sportwagen: Caterham CSR 260 Superlight

Caterham CSR 260 Superlight
Werder Heizung noch Teppiche noch eine Windschutzscheibe – der Caterham CSR 260 Superlight interpretiert das Wort Leichtbau auf seine Art und Weise. Dafür bekommt der Kunde jede Menge Fahrspaß geboten: Der Caterham katapultiert seine Insassen in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer, die Spitze liegt bei ca. 250 km/h. Möglich werden diese imposanten Fahrleistungen durch viel Leistung (260 PS) bei gleichzeitig wenig Gewicht (530 kg). Das ergibt ein Leistungsgewicht von 2,0 kg/PS – in Worten: ein PS muss lediglich zwei Kilo bewegen.
Für den CSR 260 Superlight wird ein Preis um die 80.000 Euro verlangt.

Leichte Sportwagen: Super Seven

Lotus Super Seven
Der Super Seven wurde von 1957 bis 1972 vom britischen Sportwagenhersteller Lotus entwickelt und gebaut. Am Anfang lief das Modell mit einem Ford-Motor und 28 bis 40 PS vom Band – auch wenn das Leergewicht bei 750 kg lag, waren die Fahrleistungen natürlich eher dürftig. Im Laufe der Jahre wurden die Aggregate jedoch immer leistungsstärker. Mit der Serie 3 und 4 mobilisierte der Lotus Super Seven bis zu 125 Pferdestärken. Bis zum Jahr 1972 wurde der kleine Sportwagen immer weiter entwickelt und verbessert – man entschied sich jedoch trotzdem das Konzept zu beenden, da es nicht mehr zeitgemäß erschien. Die Fans blieben dem leichten Roadster allerdings treu, daher entschloss sich die Firma Caterham das Fahrzeug weiter zu vertreiben – mittlerweile werden bis zu 360 PS erreicht.

Leichte Sportwagen: Donkervoort D8

Donkervoort
Donkervoort bedeutet, kein ABS, kein ESP, kein ASR – der radikale Roadster ist auf puren Fahrspaß ausgerichtet. Optisch erinnert das 630 kg leichte Fahrzeug an den Lotus Super Seven, sonst gibt es allerdings keine Gemeinsamkeiten.
Leistungstechnisch kommt der 1,8-Liter-Vierzylinder-Turbomotor des Donkervoort auf 150 bis 270 PS. Damit stellt ein Beschleunigungswert von 3,5 Sekunden auf Tempo 100 kein Problem dar.
Ab 47.404 Euro ist der Donkervoort zu haben.

Leichte Sportwagen: KTM X-Bow

KTM X-Bow
Der KTM X-Bow unterscheidet sich optisch sehr stark von üblichen Sportwagen – designtechnisch könnte man ihn als Lamborghini der Leichtgewichte beschreiben. Die Karosserie ist übersät mit Ecken und Kanten – ganz im Stil der KTM-Motorräder. 240 Turbo-PS treffen hier auf 790 Kilogramm Leergewicht. Die Beschleunigung von 3,9 Sekunden auf Tempo 100 scheint daher nicht übertrieben zu sein. Die Endgeschwindigkeit gibt der österreichische Motorradherstellers KTM 217 km/h an. Seit 2011 ist zudem eine Version mit 300 PS erhältlich. Der Motor des X-Bow R stammt aus dem Audi S3, wo er 265 PS leistet – für den KTM wurde die Leistung etwas verschärft – die Höchstgeschwindigkeit liegt nun bei 240 km/h. KTM verlangt für den X-Bow 52.479 Euro – ohne Steuern.

Leichte Sportwagen: K1 Attack

K1 Attack
Den K1 Attack gibt es seit 1991, damals noch mit Honda-Motor. Das 2007er Modell sowie alle Modelle ab dem Jahr 2001 sind mit einem Aggregat aus dem Hause Ford ausgestattet. Besonders markant ist das aggressive Design – der Name ist hier also Programm. Der selbst entwickelte Alu-Spaceframe erfüllt sogar die NASCAR-Anforderungen, die Karosserie besteht aus Faserverbundwerkstoff. Darüber hinaus gibt es Schalensitze und ein Gewindefahrwerk. Der 240 PS starke 3-Liter-V6-Motor beschleunigt den K1 Attack aus dem Stillstand in 4,9 Sekunden auf 100 km/h.
Knapp 50.000 Euro werden für den K1 fällig.

Leichte Sportwagen: Ariel Atom 3 245

Ariel Atom 3 245
Der Namenszusatz 245 stellt die PS-Zahl des Ariel Atom dar – 245 PS treffen auf 456 Kilogramm. Radikaler geht es kaum – keine Windschutzscheibe, keine Fahrhilfen, Formel-1-Optik, freistehende Vorderräder und ein Design, welches brachialer nicht sein könnte. Der Ariel Atom hat alles, was eine pure Fahrmaschine ausmacht.
Von 0 auf 100 km/h geht es in 2,5 Sekunden – Porsche, Ferrari, Lamborghini und Co. werden beim Ampelstart fast schon demoralisiert. Gut 50.000 Euro lässt sich die Sportwagenschmiede dieses Vergnügen kosten.

Fazit
All diese leichten Sportwagen sind für puren Fahrgenuss konzipiert worden, wobei die Lotus Elise und der Opel Speedster noch die Alltagstauglichsten und außerdem auch die unauffälligsten sind – zumindest was diese Runde betrifft. Was den Fahrspaß betrifft, den bieten alle vorgestellten Boliden – der eine mehr, der andere etwas weniger. Im Großen und Ganzen ist dies aber eher eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Veröffentlicht am 26.11.2012 in Autos

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