Nissan 350Z

Die Z-Baureihe von Nissan zählt zu den erfolgreichsten Modellvarianten des japanischen Automobilherstellers. 1969 kam der erste Z auf den Markt, damals verkaufte Nissan seine Modelle noch unter dem Namen Datsun. Der Datsun 240Z wurde bis 1987 gebaut und läutete den immensen Erfolg der Baureihe ein – 1,4 Millionen Einheiten verließen bis 2002 die Werkshallen in Yokohama. Mit dem 350Z kam 2003 die fünfte Z-Generation auf den Markt.

Nissan 350Z – ein echter Macho
nissan 350z

Breites Heck, lange Schnauze, flaches Dach, gieriger Schlund – der 350Z sieht aus wie ein echter Macho. Die Frontpartie wartet mit einem großen Kühlergrill auf, dazu gibt es scharf gezeichnete Scheinwerfer. Die Seitenpartie ist geprägt durch breite Kotflügel, die den Nissan-Sportler sehr standhaft erscheinen lassen. Das coupéförmige Dach und das fette Heck mit seinen zwei 10 Zentimeter dicken Sportauspuffendrohren komplettieren den sportlichen Macho-Auftritt.

Video des “großen Bruders” 370Z

Der Innenraum wartet ebenfalls recht sportlich auf – sämtliche Armaturen sind fahrerorientiert ausgerichtet. Darüber hinaus bietet der Fahrersitz bei hohen Querbeschleunigungswerten einen extrem guten Seitenhalt, ist aber auch auf längeren Strecken noch bequem. Der mittig liegende Drehzahlmesser liegt direkt im Blickfeld des Fahrers, wie es sich für einen waschechten Sportwagen gehört. Besonderes Augenmerk gilt den drei kleinen Rundinstrumenten am oberen Ende der Mittelkonsole: Sie dienen zum Ablesen von der Bordspannung sowie vom Öldruck und beheimaten zudem den Bordcomputer. Der Schaltknauf lässt sich nur mit viel Kraftaufwand bewegen, außerdem sind die Schaltwege kurz gehalten – da kommt fast schon Rallye-Atmosphäre auf.

350Z kaufen

Sehr sportliches Fahrverhalten

Der längseingebaute Frontmotor, dessen Schwerpunkt jedoch hinter der Vorderachse liegt, leistet in der letzten Ausbaustufe satte 313 PS. Die Kraftübertragung erfolgt dabei über ein Sechsgang-Getriebe, wahlweise gibt es den 350Z aber auch mit einer Fünfgang-Automatik. Um eine möglichst hohe Karosseriesteifigkeit zu erreichen, verbaute Nissan im Front- und im Heckbereich Domstreben. Zudem ist die Gewichtsverteilung recht ausgewogen (53:47 Prozent zugunsten der Hinterachse) und der Schwerpunkt des Fahrzeugs liegt extrem niedrig. Dadurch ergibt sich ein besonders sportliches Fahrverhalten, welches in der 350Z-Liga relativ selten vorkommt – der Basispreis belief sich 2003 auf unter 35.000 Euro. Insbesondere bei schnell gefahrenen Kurvenkombinationen zeigt sich die wahre Stärke des Nissan 350Z. Mit ein wenig fahrerischem Können lässt sich der Japaner beinahe wie auf Schienen durch Kurven dirigieren – der Nissan liegt wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße. Leider fällt das Kofferraumvolumen durch die breite Domstrebe im Heck recht dürftig aus – lediglich 235 Kilogramm fasst das Kofferabteil. Allerdings gibt es dafür hinter dem Fahrersitz ein zusätzliches Staufach.

In unter sechs Sekunden auf 100 Stundenkilometer

Das sportliche Fahrverhalten wird durch den Sechszylinder mit 3,5 Liter Hubraum deutlich unterstrichen. Bei 6.800 Umdrehungen pro Minute leistet der Nissan stolze 313 PS, dazu kommt ein maximales Drehmoment von 358 Nm bei 4.800 Touren. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der 350Z in ordentlichen 5,7 Sekunden, die Cabrio-Version ist vier Sekunden langsamer. Im Gegensatz zur 2003er Variante beschleunigt der 350Z der letzten Baugruppe (2009) rund zwei Zehntel schneller. Die Höchstgeschwindigkeit liegt nach wie vor bei 250 km/h (abgeregelt). Auf 100 Kilometer gibt Nissan einen Durchschnittsverbrauch von 11,7 Liter an – dieser liegt im Alltag allerdings ca. ein bis zwei Liter höher. Dafür stimmt der Preis: Gebrauchte Modelle starten bereits bei rund 15.000 Euro. Für die zuletzt facegeliftete Version gehen die Preise bei 20.000 Euro los. Dafür bekommt man eine wahre Fahrmaschine mit reichlich Power, die auch im Alltag eine gute Figur macht.

Veröffentlicht am 26.02.2012 in Autos

Kommentar hinzufügen
Name [wird veröffentlicht]
Emailadresse [geheim]
Homepage [wird veröffentlicht]
Kommentar: