Opel Manta A / Manta B
An was denkt man bei dem Begriff Manta? Richtig, an einen Fuchsschwanz an der Antenne, blondierten Friseusen auf dem Beifahrersitz und „Frittentheken“ am Heck. Dabei fing die Story Opel Manta Anfang der 70er richtig vielversprechend an.
Opel Manta A: Die verspätete Antwort auf den Ford Capri

Ende der 60er Jahre brachte der amerikanische Automobilmarkt formschöne Fahrzeuge an den Mann, diese fanden auch in Deutschland viele Anhänger und erweckten Sehnsüchte nach ähnlich ansprechenden Formen. 1968 präsentierte Ford daraufhin den Capri, welcher sofort Zustimmung unter der Bevölkerung und viele Abnehmer fand. Der Grund für den großen Erfolg war vor allem die sportliche und kompakte Karosserie im Anklang an den Ford Mustang. Der Rüsselsheimer Automobilhersteller Opel folgte diesem Trend und brachte mit zwei Jahren Verspätung den Manta A auf den Markt.
Verblüffend, wie Opel vor gut 40 Jahren Bestseller rausgehauen hat: Opel GT, Ascona, Commodore – alles stilsichere Volltreffer. Opel konnte sein Spießer-Image ablegen und löste sich auch von GM los. Fortan waren Autos von Opel echte Europäer und kein Amerika-Abklatsch mehr. Der Opel Manta führte diesen Prozess auf den Höhepunkt.
Der Manta war rundherum gelungen – es gab nur Schokoladenseiten. Niedrige Gürtellinie, lange Motorhaube, kurzes Heck – die Ähnlichkeit zu den populären US-Musclecars war nicht zu übersehen. Der Manta gefiel: Er war so, wie ihn jeder gern hatte – brav und vernünftig oder laut und wild. Dazu passte auch der damalige Slogan von Opel: “Wenn Ihnen gewöhnliche Autos zu langweilig sind”.
Man muss jedoch anmerken, dass sich hinter der vielversprechenden sportlichen Optik kein PS-Monster verbarg, so wie es bei den amerikanischen Vorbildern, den Pony-Cars, der Fall war. Im ersten Manta A verrichtete ein 60 PS-Motörchen seine Arbeit. Die Höchstgeschwindigkeit betrug nur 145 km/h. Zwei Jahre später brachte Opel eine stärkere Version auf den Markt – den GT/E. Dieser schaffte mit 105 PS immerhin 188 Spitze – wurde allerdings auch nur ein Jahr gebaut. Beliebter waren dagegen die Luxusmodelle “L” oder die sportlich orientierten Varianten mit der Bezeichnung “SR”. Der Manta L kam mit allerlei Luxus: darunter Armaturen mit Chrom-Instrumenten, Kofferraumleuchten und verchromten Auspuffendrohren. Das Modell “SR” zeigte sich anhand von Alufelgen, schwarzen Seitenstreifen und verschiedenen Zusatzinstrumenten. 1,9 Liter Hubraum und 90 PS gab es in der Sportversion.
Opel Manta A Tuning – Proll-Image?

Bis 1975 wurden fast eine halbe Million Manta produziert. Mit dem Nachfolger, dem Manta B, sollte sich das Image jedoch grundlegend ändern. Längere Karosserie, eckige Scheinwerfer, eingebauter Überrollkäfig, stärkere Motoren – der Manta B sollte zum beliebtesten Tuning-Auto aller Zeiten werden. Die damalige Jugend kaufte das Fahrzeug oft aus dritter oder vierter Hand – der Manta B wurde zum Bastlerauto. Die Industrie hat damit zwar jede Menge Geld verdient, das Image litt jedoch stark unter dem Tuning-Wahn. Filme wie Manta-Manta mit Til Schweiger verschlechterten diesen Ruf sogar noch – schnell galt der Manta als Proll-Auto: Breitreifen, riesige Spoiler, Rallyestreifen, Überrollbügel, Tieferlegung und neue Schürzen zählten zum Standard-Tuning.
1980 präsentierte Opel den bis dato leistungsstärksten Manta B. Der 2,4-Liter-Motor brachte es auf 144 PS. Mit etwas Tuning kletterte die Leistung schnell auf bis zu 275 PS. Im Jahr 1988 war nach 13 Jahren Bauzeit Schluss – insgesamt verließen gut 1 Millionen Manta die Werkshallen. Mit dem Calibra versuchte Opel 1990 an den früheren Erfolg anzuknüpfen – dieser war aber längst nicht so massenkompatibel wie der Manta A. Auf einen Manta C wartet man bis heute.
Der Opel Manta – Einst Massenware, heute Mangelware
Von den über 1 Millionen gebauten Manta A und B sind nur noch wenige übrig geblieben. Das macht die Suche nach technisch wie optisch einwandfreien Modellen schwer – mangelnde Versiegelung gegen Rost ist einer der Hauptgründe für die geringe Anzahl. Begehrte SR- und GT/E-Modelle liegen bei einem guten Zustand im fünfstelligen Bereich. Des Weiteren hat sich der Ersatzteilmarkt stark verschlechtert – originale Teile sind schwer oder nur zu horrenden Preisen zu bekommen.
















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Der Manta ist ein Lebensgefühl einer ganzen Generation. Ich freue mich jedes Mal, wenn mir einer auf der Straße begegnet. Leider hab ich keinen eigenen mehr
Die Seite hier mich daher um so mehr gefreut.