Pagani Zonda Cinque

Seit 1999 baut der italienische Kleinserien-Hersteller Pagani den Traumwagen Zonda. 2008 wurde die Serie mit dem Cinque gekrönt – ein Supersportwagen auf der Basis eines Rennboliden. Nur fünf Exemplare wurden von diesem Zonda gebaut, deshalb auch der Name „Cinque“ (ist Französisch und bedeutet „fünf“). Leider ist dies der letzte Pagani Zonda – ab 2012 folgt der Nachfolger Huayra.

Pagani Zonda Cinque: Mehr als eine reine Fahrmaschine
Pagani Zonda Cinque

Nicht nur, dass der Cinque das letzte Modell des erfolgreichen und beliebten Pagani Zonda ist, nein – er ist auch schon ausverkauft. Und das bei einem Preis von 1 Million Euro zuzüglich der landesüblichen Mehrwertsteuer versteht sich. Wer trotzdem eines der begehrten italienischen Fahrzeuge sein eigen nennen will, der muss tief in die Tasche greifen: Ein Zonda wird auf dem Gebrauchtwagenmarkt üblicherweise über dem Neupreis gehandelt. Somit dürfte der Cinque die 2 Millionen Euro-Marke schnell knacken. Damit ist der Pagani Cinque mehr als eine reine Fahrmaschine, er ist auch eine extrem gute Geldanlage.

Video: Pagani Zonda R

Motorpower kommt von AMG

Ist dieser hohe Preis überhaupt gerechtfertigt? Ja, ist er. Und zwar aus folgenden Gründen: Das Monocoque des Cinque besteht komplett aus dem extrem teurem und stabilen Material Karbon. Das macht ihn aber nicht nur sehr strapazierfähig, sondern auch sehr leicht. Lediglich 1,2 Tonnen bringt der Pagani auf die Waage. Weitere Daten gefällig? 3,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h, 9,6 Sekunden auf Tempo 200, 7,3 Liter, V12 und 678 PS. Damit fährt der Pagani Cinque in einer anderen Liga als Ferrari oder Lamborghini, die Beschleunigung ist eher mit einem Motorrad zu vergleichen. Die Motorpower stammt allerdings nicht aus Italien, sondern aus Affalterbach in Deutschland. AMG, Der hauseigene Tuner von Mercedes, liefert das Herzstück sämtlicher Zonda, so auch den des Cinque. Erstmals wird die Kraftübertragung von einem sequenziellen Getriebe übernommen – dieses kann wahlweise per Schaltpaddels am Lenkrad oder per Wählhebel bedient werden.

Pagani Zonda Cinque “Fünf”: 7,3 Liter AMG V12

Um die extreme Leistung des 7,3-Liter-V12-Motors auch möglichst verlustfrei auf die Straße zu bringen, kommen 335er Reifen an der Hinterachse zum Einsatz. Im Vergleich zu diesen riesigen Walzen wirken die vorderen 255er PZeros nahezu mickrig. Falls der Grip nachlassen sollte, lassen sich die Reifen in Sekundenschnelle wechseln – die leichten Magnesium-Felgen besitzen ein Zentralverschluss zum Öffnen und Schließen. Hinter den Felgen verbirgt sich echte Renntechnik: 380 Millimeter große Brembo-Verbundbremsscheiben aus Karbon sorgen für die nötige Verzögerung aus 350 km/h. Von 100 km/h gibt Pagani einen Verzögerungswert von 2,1 Sekunden an, aus Tempo 200 werden 4,3 Sekunden benötigt. Das sind umgerechnet 120 Meter. Der Supersportler aus Maranello F430 benötigt dafür 20 Meter mehr, obwohl er ebenfalls mit Keramikbremsen ausgestattet ist. Hier wird deutlich, was 200 bis 300 kg Gewichtsersparnis ausmachen können.

Diverse Rekorde gebrochen: Der Supersportwagen Pagani Zonda

Bis zu 1,45 G
Der Cinque generiert einen wahnsinnig hohen Anpressdruck – bei 300 Stundenkilometern werden 750 kg Abtrieb erzeugt. Möglich machen das zahlreiche Anbauteile, wie der verlängerten Frontlippe, dem neuen Heckflügel, dem glatten Unterboden, dem verstellbaren Öhlins-Fahrwerk und natürlich auch den Sportreifen. Daher sollen Querbeschleunigungswerte von bis zu 1,45 G möglich sein. Neben Titan und Magnesium besteht die Außenhaut vom Zonda fast ausschließlich aus Karbon. Innen geht die Leichtbau-Show weiter: Leder, Alcantara, Karbon-Schalensitze und ein stählerner Überrollkäfig mit Kohlefaser ummantelt sparen nicht nur jede Menge Gewicht, sondern sorgen auch für die nötige Exklusivität unter den Supersportwagen. Zudem besticht der Innenraum durch zahlreiche Details, wie z.B. den freistehenden Pedalen. Die Verarbeitung ist auf extrem hohen Niveau – das sollte man bei einem Kaufpreis von über 1 Million Euro aber auch erwarten können.

Ein kurzer Blick auf den Nachfolger: Pagani Huayra
Mit lediglich fünf Exemplaren ist der Pagani Cinque nahezu unerschwinglich. Was bleibt, ist die Aussicht auf den Nachfolger, welcher im Laufe des nächsten Jahres erscheinen soll. AMG stellt dabei wieder den Motor bereit, der erstmals per Turbo befeuert wird. So soll der Pagani Huayra 700 PS auf die Straße bringen. Bei einem Leergewicht von 1.350 kg macht das ein Leistungsgewicht von nur 1,93 kg pro PS. Beschleunigungswerte hat Pagani noch nicht veröffentlicht – die Fahrleistungen dürften jedoch mehr als ausreichen.

Pagani Huayra

Veröffentlicht am 30.08.2011 in Autos

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Pagani Zonda | Schnelle Autos schrieb am 28.09.2011 um 15:44 Uhr

[...] drei Versionen auf den Markt, eine Rennsportversion namens Zonda R, sowie die zivile R-Variante Zonda Cinque – als Coupé wie auch als Roadster. Im Zonda R treibt ein Sechsliter-V12 mit 750 PS sein [...]